Häufig gestellte Fragen - ausführlich beantwortet

Abrisskante in blau

Was sind Ganzkörperkälteanwendungen?

Der gesamte Körper wird Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ausgesetzt. Diese betragen in der Regel zwischen -60°C und -170°C und werden in unterschiedlichen Systemen erzeugt (Cryosauna, Kältekammer). Bei diesen Temperaturen sollte die Zeitspanne von 3 Minuten nicht überschritten werden.

Was kann Kälte? 

Schon seit Jahrhunderten ist die wohltuende und belebende Kraft der Kälte den Bewohnern der skandinavischen Länder und Nordamerikas bekannt.
Die aktuelle Studienlage für die Ganzkörperkälteanwendung steckt noch in den Kinderschuhen, man könnte eher von Anwendungsbeobachtungen sprechen, die wissenschaftlich nicht abschliessend gesichert sind, weil die Mechanismen noch nicht wirklich verstanden werden.
Dennoch findet sie im Spitzen- und Breitensport, der Medizin und in den USA im Beauty Bereich zunehmend mehr Anhänger, die Ganzkörperkälte zu schätzen wissen und regelmäßig nutzen.

Wie oft und wann kann man Kälte gefahrlos anwenden? 

Ganzkörperkälteanwendungen in der Cryosauna können grundsätzlich mehrfach täglich durchgeführt werden. Wir empfehlen maximal 2 x täglich, da ansonsten eine intensive medizinische Kontrolle der Gesundheitsparameter durch einen begleitenden Arzt notwendig wird.
Wie häufig und wie lange Sie persönlich den Gang in die Cryosauna anwenden sollten, hängt stark von persönlichen Beweggründen und Zielen ab. 

Sie sollten vor einer Anwendung in der Cryosauna eine leichte Mahlzeit zu sich nehmen.
Gerne beraten wir Sie im Umgang mit Ganzkörperkälte.

Kältekammer und Eissauna (Cryosauna) : Wo liegen die Unterschiede? 

Vorreiter sind die Kältekammern und Eistonnen. 

Sowohl bei Profisportlern, als auch in Kliniken und Rehabilitationszentren wurden zunächst überwiegend die sog. Eistonnen, oder lokale Kälteanwendungen genutzt. Bei den Eistonnen handelt es sich quasi um Badewannen, die mit Eiswasser gefüllt werden und in die man sich legen kann. Diese Art der Anwendung ist etwas für ganz hartgesottene, da die nasse Kälte oft als unangenehm empfunden wird. 

Später wurden dann die ersten Kältekammern entwickelt, welche bis auf - 60°C bis -110°C heruntergekühlt werden können. Da es technisch ausgesprochen komplex ist, solche Temperaturen durch elektrische Kühlsysteme dauerhaft zu erzielen sind diese Kammern meist in Kliniken und Rehzentren etabliert. 

Bei modernen Kältekammern „durchwandert“ man in der Regel 2-3 Räume mit zunehmend kälterer Umgebungstemperatur. Die kälteste Temperatur liegt dabei zwischen - 80 bis - 110 ° C. Man verbleibt dann 3 Minuten, bevor man wieder in umgekehrter Reihenfolge die Räume verlässt. Besonderheit ist hierbei, dass der gesamte Körper, also auch der Kopf heruntergekühlt werden. 

Die sog. Akren, also die Endstromgebiete der Durchblutung sind bei Kälte besonders für Erfrierungen gefährdet. Hierzu zählen Hände und Füße, Nase und Ohren. Daher ist es notwendig zusätzlich Handschuhe, dicken Socken, Mundschutz und Stirnband/Mütze zum Schutz der Lunge und der Ohren anzulegen. 

Eissaunen, auch Cryosaunen genannt, arbeiten nach einem anderen Prinzip. Gekühlt wird hier mit flüssigem Stickstoff, der bei - 196 °C in den gasförmigen Aggregatzustand übergeht. Dieser „Kältedampf“ umwabert dann den Körper und kühlt ihn herunter. Der Kopf bleibt ausgespart. 

Verschiedene Anbieter übertreffen sich gegenseitig mit den Angaben der Kälte, die in der Eissauna möglich sind und erreicht werden. Darauf sollten Sie keinen Wert legen. Ziel ist es nämlich, die Hauttemperatur auf 5-15° C herunter zu kühlen.

Normalerweise fangen wir mit einer Temperatur von - 80°C bis -110 ° C für 2-3 Minuten an. Die überwiegende Zahl der Anwender empfinden diese Temperatur als kalt, jedoch noch angenehm, weil sie sehr trocken ist. 

Die erfahrenen Eissaunierer gehen dann auch schon mal auf - 130 bis -140 ° Celsius oder niedriger herunter.

Man muss auch sagen, es ist kein Wettkampf sondern das gemeinsame Finden Ihres Wohlfühlfrierens, was durchaus auch bei - 80 °C sein kann. Geben Sie uns bitte eine Rückkopplung, damit wir die ideale Temperatur für sie finden. 

Wie schon erwähnt, bleibt bei dieser Art der Kühlung der Kopf ausserhalb des Kühlbereiches und man muss lediglich Hände und Füße mit dicken Socken und Handschuhen schützen, bitte bringen Sie diese selbst mit, das erspart Ihnen zusätzliche Kosten. 

Unsere Eissaunen sind in der Höhe variabel in einem Bereich von ca. 1,50 - ca. 2,20 mtr. Körpergröße und können somit ideal auf Sie persönlich eingestellt werden.
Abgesehen davon sind sie unabhängig vom Körpergewicht und somit auch hervorragend für kompaktere Anwender geeignet.
Wir legen sehr viel Wert auf die Sicherheit und arbeiten daher ist eine Mitarbeiterin während der Anwendung dauerhaft in Ihrer Nähe.

Was muss ich vor einer Cryosauna Anwendung beachten? 

Wenn Sie sich für die Nutzung der Eissauna interessieren ist es wichtig einige Sicherheitsaspekte im Vorfeld zu beachten.
Da es wenige Personen gibt für die Ganzkörperkälte nicht geeignet ist, personalisieren und registrieren wir jeden Anwender.
Im Vorfeld werden Ihnen Informationsbögen und eine gesundheitliche Selbstauskunft ausgehändigt, welche Sie bitte aufmerksam durchlesen und wahrheitsgemäß beantworten. 

Es geht hierbei ausschliesslich darum, die wenigen Risiken die bestehen, noch weiter zu minimieren. Daher bitten wir sie höflich um Ihre Kooperation. (siehe auch KONTRAINDIKATIONEN) 


Ansonsten gilt vor jeder Anwendung: 

Trinken Sie bitte VOR und NACH der Anwendung keinen Alkohol, da sonst eine vermehrte Auskühlung oder Kreislaufprobleme auftreten können. 

  • Bitte achten Sie auf trockene Haut, da Schweiß- und Wassertropfen bei den extremen Temperaturen frieren und zu kleinen oberflächlichen Kälteverbrennungen führen können (kleine rote, in der Regel harmlose Flecken , ähnlich Sonnenbrand) 
  • Bitte cremen Sie sich mindestens 2-4 Stunden vor der Anwendung nicht mehr ein. Die Ingredienzien der Cremes, Lotionen und Salben können auf der Haut frieren und ebenfalls zu Kälteverbrennungen führen. 
  • Bitte legen Sie jeglichen Körperschmuck ( Ohrringe, Ringe, Ketten, Armbänder, Fußgelenksketten, Piercings und Uhren) ab, da das Metall die Kälte sehr gut auf die Haut überträgt und auch zu Kälteverbrennungen führen kann. 
  • Bitte nutzen Sie die Möglichkeit der Online Terminvereinbarung mit ihrem eigenen Account. 


Wir versuchen den Ablauf für Sie so zu optimieren, dass möglichst wenig oder keinerlei Wartezeit entsteht.


Bitte bringen Sie auch folgende Utensilien mit, wenn vorhanden: 

  • warme Unterwäsche / Badebekleidung 
  • warme Sockenwarme Handschuhe
  • Handtuch zur vorherigen Hauttrocknung

Sollten Sie etwas nicht dabei haben, können Sie Unterhandschuhe und Socken in unserem Store erwerben und diese dann für die weiteren Anwendungen nutzen.

Während der Anwendung in der Cryosauna ist ständig eine Mitarbeiterin bei Ihnen und Sie können jederzeit abbrechen.


Kontraindikationen:
Im Leben ist nichts risikofrei. Auch hier gibt es einige wenige Dinge zu beachten.
Eissaunieren ist, nach derzeitigem Kenntnisstand, ungefähr so gefährlich wie ein normaler Saunagang, auch bestehen ähnliche Kontraindikationen.

Ganzkörperkälte stellt eine, wenn auch kurzfristige Kreislaufbelastung Ihres Körpers dar.
Dies kann die gesundheitliche Situation bei schweren Vorerkrankungen verschlechtern.
Daher ist Ganzkörperkälte nicht geeignet für Personen die: 

  • einen Herzinfarkt oder Schlaganfall innerhalb der letzten 12 Monate hatten.
  • in den letzten 12 Monaten einen Stent bekommen haben
  • unter schwerer Herzschwäche leiden, mit Wasseransammlungen in Beinen und Lunge, Atemnot beim Treppensteigen.
  • unter Angina pectoris oder Herzenge leiden
  • einen ständigen Blutdruck über 160/90 mmHg haben, auch trotz Medikation. (Ist der Blutdruck mit Medikamenten normal und Sie sind normal belastbar, besteht nach heutigem Wissen kein erhöhtes Risiko)
  • einen Herzschrittmacher, Defibrillator oder sonstige elektronischen Geräte implantiert haben.
  • Tumorerkrankungen (die Wirkung von Kälte auf die Tumoren ist nicht erforscht)
  • Durchblutungsstörungen in den Gefäßen oder Gefäßwandentzündungen haben
  • Nervenschäden haben, z.B. durch Zucker, Unfälle, Polyneuropathie, sonstige Erkrankungen
  • schweres Asthma oder COPD mit täglichem Medikamentenbedarf haben
  • unter Asthma leiden, welches sich bei Kälte verschlimmert
  • einen akuten Atemwegs- oder Harnwegsinfekt haben
  • aktuell unter Venenthrombosen und Venenentzündungen leiden
  • eine Kälteallergie haben, Kälteagglutinine aufweisen, oder extreme Abneigung gegen Kälte verspüren
  • eine schwere Blutarmut haben (Anämie)
  • Epilepsie und generalisierte Krampfanfälle haben
  • infizierte Wunden an der Haut aufweisen
  • unter Platzangst leiden
  • unter übermäßigem Schwitzen
  • in der Schwangerschaft
  • M. Raynaud (weiße Finger bei Kälte) 


Bei vorherigem Alkoholkonsum oder anderen berauschenden Substanzen können Kreislaufstörungen (auch schwere) auftreten, da die Gefäßregulation beeinträchtigt ist.  Bei eingecremter und/oder feuchter Haut/Haaren können durch frieren von Wasser und Ingredienzien von Cremes, Lotionen und Salben Kälteverbrennungen entstehen (ähnlich Sonnenbrand, selten auch mit Narbenbildung möglich) . 

Ebenso können diese Kälteverbrennungen auch durch getragene Metallgegenstände auf der Haut ausgelöst werden. Achten Sie daher bitte sorgfältig darauf, jeglichen Körperschmuck abzulegen.
Sonstige, selten auftretende leichte Hautrötungen sind in der Regel harmlos und verschwinden nach kurzer Zeit.

Sauerstoffanwendung

Wir führen auch hier ausschließlich Wohlfühlanwendungen durch.

Gibt es Gefahren der Sauerstoffanwendung? 

In dem von uns ausgeübten Rahmen gibt es für gesunde Personen keinerlei bekannte Gefahren.
Aus hygienischen Gründen bitten wir Sie, die Sauerstoffmaske und den Bakterienfilter, der in unserem Store käuflich zu erwerben ist, ausschliesslich für sich selbst zu nutzen und nach spätestens 10 Anwendungen zu erneuern. 

Sauerstoff ist leicht entflammbar, daher sind offene Flammen und rauchen in unseren Räumlichkeiten untersagt.

Kontraindikationen: 

Auch hier gibt es wenige Dinge zu beachten. Folgenden Personen ist von einer Sauerstoffanwendung abzuraten: 

  • Sauerstoff kann bei Epileptikern Anfälle auslösen
  • Personen mit schwerem Asthma oder COPD mit täglicher Medikmenteneinnahme. (Therapeutische Massnahme)